Beschlüsse

Hier findet ihr die Beschlüsse des Juso – Kreisverbands Kiel:
Beschlossen auf der Mitgliederversammlung im Februar 2013:
Beschneidung des männlichen Kindes
Selbstbestimm Leben, selbstbestimmt Sterben – Aktive Sterbehilfe legalisieren
Nichtraucherschutz
(7) Es ist verboten in Fahrzeugen jeglicher Art zu rauchen, wenn sich in diesen zu diesem Zeitpunkt minderjährige aufhalten.“
Organisierte Kriminalität effektiv bekämpfen
Für ein bildungs- und wissenschaftsfreundlicheres Urheberrecht – §52a UrhG
entfristen!
Parteispenden
-‐ § 25 Abs. 3 Satz 3 Parteiengesetz muss dahin gehend geändert werden, dass Spenden bereits ab 10.000€ als Großspenden gelten und unverzüglich
angezeigt werden müssen.
-‐ Alle Abgeordneten müssen detailliert sämtliche Nebeneinkünfte offenlegen. Berufsbezogene Schweigepflichten bleiben dabei bzgl. der Identität unberührt. Der Bundestag wird eine eigene Seite auf ihrer Homepage einrichten auf der diese Daten gesammelt werden. Die Landesgruppe S-H, sowie die SPD-Abgeordneten des Landtages SH sollten vorangehen und ihre Einkünfte komplett offenlegen
-‐ Sponsoringverträge müssen wie Parteienspenden veröffentlicht werden.
-‐ Alle Parteien müssen Beteiligungen an Firmen, sowie die Einkünfte, die dadurch erzielt werden offenlegen.
-‐ Die SPD soll künftig auf Unternehmensspenden verzichten.
Die sozialdemokratischen Fraktionen müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Die Landtagsfraktion S-H wird dazu aufgefordert die Richtlinien zunächst für sich umzusetzen und die rechtliche Umsetzung für Schleswig-Holstein zu prüfen. Wir fordern unsere schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten dazu auf, ebenfalls die Richtlinien auf sich selber anzuwenden.
§ 10 Abs. 7 (7) Landesvorstandssitzungen sind grundsätzlich für alle Mitglieder öffentlich. Nur in begründeten Ausnahmesituationen darf die Mitgliederöffentlichkeit ausgeschlossen werden. Diese liegen insbesondere dann vor, wenn der Datenschutz dies erfordert. Die Protokolle nichtöffentlicher Sitzungen sind entsprechend dem Umgang mit Protokollen öffentlicher Sitzungen, unter Berücksichtigung des Datenschutzes, zugänglich zu machen. Der Grund der Nichtöffentlichkeit ist im Protokoll zu vermerken.
Freiwilligendienste – Längere Bezugsdauer von Kindergeld, sowie Halb- und
Vollwaisenrente. Längerer Verbleib in der gesetzl. Krankenkasse
Die Kindergeldzahlung muss für Menschen, die einen Freiwilligendienst bzw. Freiwilligen Wehrdienst innerhalb des Kindergeldbezugszeitraumes durchgeführt haben, um ein Jahr bis zur Vollendung des 26. Lebensjahrs verlängert werden. Die Verdienstgrenzen bleiben unberührt. Das gleiche gilt für den Verbleib in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem wird die Bezugsdauer von Halb- und Vollwaisenrente ebenfalls um ein Jahr verlängert.
Schaffung eines neuen Pflegeberufeausbildungsgesetz
Die Jusos Schleswig-Holstein fordern die Schaffung eines Pflegeausbildungsgesetzes wieder voranzutreiben. Der vorgelegte Entwurf aus dem
März 2012 muss weiter diskutiert, verbessert und beschlossen werden. Insbesondere die Kritik der Psychatrieverbände muss beachtet werden.
Die Jusos Schleswig-Holstein fordern, dass die vorhandenen Pflegeausbildungen zusammengelegt werden und die Ausbildung endlich kostenfrei zugänglich wird.
Alternativantrag zu U1 Private Haushalte entlasten, Energiewende konsequent
umsetzen!
Der immer weiter steigenden Belastung privater Haushalte durch explodierende Nebenkosten aufgrund der einseitigen Verteilung der Kosten der Energiewende muss entgegengetreten werden. Die Landtags- und Bundestagsfraktion werden sich daher nachdrücklich dafür einsetzen – unter Abwägung sachlicher Gründe – die Befreiung für Teile der Industrie zurückzunehmen. Für private Energieabnehmer wird außerdem nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent erhoben. Die EEG-Umlage wird von der Mehrwertsteuer befreit. Die Landtagsfraktion, Bundestagsfraktion und Landesregierung werden den Ablauf und die Kosten der Energiewende besser in lokalen öffentlichen Veranstaltungen
erklären. Der Juso-Landesvorstand wird die Diskussion und die Erklärung des Ablaufs der Energiewende zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit machen. Insbesondere die soziale Verteilung der Kosten wird diskutiert. Im Vorfeld der Europawahl 2014 wird die europaweite Energiepolitik zu einem Wahlkampfthema gerade gegenüber Jungwähler_innen.
Verkehrsprojekte vernünftig planen! Bürger_innen beteiligen!
Der Landesvorstand wird aufgefordert, ein Vekehrskonzept für Schleswig-Holstein zu entwickeln. Darin soll enthalten sein:
- Das Verhältnis von öffentlichem und individuellem Personenverkehr.
- Die Bedeutung des Güterverkehrs für Schleswig-Holstein.
- Eine Priorisierung der diskutierten Bauvorhaben von landesweiter Bedeutung.
- Die Beschäftigung mit einem Kostenprognoseverfahren nach Beispiel des Oxford-Professors Bent Flyvbjerg, das mögliche Kostensteigerungen und
Verzögerungen einbezieht.
- Eine Einschätzung, welche Rolle Bürger_innenbeteiligung bei Verkehrsprojekten spielt.
Echte Bürgerbeteiligung bei der Anbindung der Fehmarnbelt-Querung
durchführen!
Die Landesregierung arbeitet die unter http://schleswig-holstein.de/STK/DE/Schwerpunkte/Landesplanung/AktuelleProjekte/RaumordnungFehmarnbelt/RaumordnungFehmarnbelt_node.html
abrufbaren Unterlagen zum Raumordnungsverfahren Fehmarnbelt-Querung so auf, dass die Bürger_innen ohne vertiefte Fachkenntnisse die wesentlichen Plandaten zur Fehmarnbelt-Querung nachvollziehen können. Zur übersichtlichen Darstellung gehören insbesondere der geplante Streckenverlauf, die voraussichtliche Fahrtdauer und die erwarteten Kosten sowie die Finanzierung des Projekts. Niedrigschwellige Beteiligung ist im Laufe des Verfahrens durchzuführen.
Quecksilberhaltige Leuchtmittel eindeutig kennzeichnen
Beschlossen auf der Mitgliederversammlung im Dezember 2011:
Senkung der Staatsleistungen an die NEK (m. Änderungen beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz im Januar 2012)
Abgeltungssteuer abschaffen! (m. Änderungen beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz im Januar 2012)
Freiwilligendienste – Ausbeutung verhindern, Partizipation ermöglichen (auch beschlossen von der Juso-Landeskonferenz 2012)
Die Einführung des Bundesfreiwilligendienst (BFD) war eine machtpolitische Entscheidung, um dem Bundesfamilienministerium den drohenden Machtverlust durch den Wegfall des Zivildienstes zu ersetzen. Ziel muss es sein, einen einheitlichen, gesellschaftlich organisierten Freiwilligendienst nach Richtlinien des FSJs und des FÖJs zu schaffen.
Die Abschaffung des Zivildienstes, sowie die Einführung des BFD haben das Ausbeutungspotential dieser Dienste verschärft. Hier müssen Kontrollinstrumente geschaffen werden, die verhindern, dass Freiwillige Aufgaben übernehmen, die ausgebildeten Fachkräften vorbehalten sein sollten, und so sich und die Klientinnen und Klienten überfordern.
Der Fachkräftemangel, der vor allem in der Pflege herrscht, darf nicht durch die Ausweitung der Freiwilligendienste bekämpft werden. Der Freiwilligendienst ist keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Auf Erwerbslose darf keinerlei Druck zur Ergreifung eines Freiwilligendienstes ausgeübt werden. Jegliche Tendenzen, wie sie aus Teilen der CDU-Bundestagsfraktion zu vernehmen sind, lehnen wir entschieden ab.Partizipationselemente, wie die Interessensvertretung der Freiwilligendienstleistenden, die es seit 2010 gibt, müssen vom Land finanziell gefördert und auf alle Träger ausgeweitet werden. Die Rechte der Vertreterinnen und Vertreter der Freiwilligendienstleistenden müssen dergestalt ausgeweitet werden, dass sie von der Landesregierung in für Freiwillige relevanten Fragen zu Rate gezogen werden. Außerdem muss der runde Tisch für Freiwilligendienste, an dem Träger, Freiwillige und Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung zusammenkommen, wieder eingerichtet werden.
Konsequent kostenlose Schulbildung (auch beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz 2012)
Demokratisierung des Bildungssystems – Partizipation lehren und lernen (auch beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz 2012)
Projekte, die auch die jüngsten in solche Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, wie beispielsweise Kinderräte, müssen gefördert und ausgebaut werden. Auch Kinder im Kindergartenalter, können entscheiden wie sie ihren Tag gestalten wollen und welches Spielzeug für sie das richtige ist.
Hierfür müssen die SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und Sozialpädagogische AssitentInnen im Rahmen ihres Studiums beziehungsweise ihrer Ausbildung besonders vorbereitet werden. Ziel muss es sein, nicht über die Kinder zu entscheiden, sondern mit ihnen.
Die Partizipationsmöglichkeiten, welche die Schulen bieten, müssen weiter gestärkt werden. Klassensprecherinnen und Klassensprecher sind nicht das Sprachrohr der Lehrenden, sondern sollen unabhängig ihre Klassen vertreten. Auch Kommunalpolitik kann schon den jüngeren Schülerinnen und Schülern vermittelt werden.
Vor allem an den weiterführenden Schulen müssen die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Lehrplan integriert werden und fester Bestandteil des Unterrichts werden. So müssen die Schülerinnen und Schüler frühzeitig über ihre Partizipationsmöglichkeiten innerhalb der SchülerInnenzeitung, der Schulkonferenz und den Fachkonferenzen informiert werden. Die demokratischen Elemente sind vorhanden, sie müssen nur erklärt werden.
Des weiteren müssen Fortbildungskurse für die Vertretung der Schülerinnen und Schüler ausgebaut und für alle bezahlbar angeboten werden.
Kooperation im Ostseeraum (auch m.Änderungen beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz 2012)
Glücklicherweise ist dies heute anders: Der Eiserne Vorhang ist gefallen und die Ostsee inzwischen eine Art EU-Binnenmeer. Die Staaten entlang der Ostsee sind zusammengewachsen in einer Union des Friedens. Heute vereint sie Menschen und Kulturen.
Der Ostseeraum ist heute eine Zukunftsregion. Dies wurde früh erkannt, etwa durch Björn Engholm, der vor gut zwanzig Jahren die Ostseekulturinitiative Ars Baltica ins Leben rief und sich als Vorreiter für die Ostseepolitik stark machte. Zurückblickend kann man feststellen: Ostseepolitik ist ein sozialdemokratisches Kind, insbesondere in Schleswig-Holstein. Sie wurde durch visionäre Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit viel persönlichem Engagement vorangebracht. Ein weiteres Beispiel für eine gute Ostseepolitik ist die Arbeit von Gabriele Kötschau. Die Schleswig-Holsteinische Genossin war zunächst als Landtagsabgeordnete und später als Direktorin des Ostseerates immer eine treibende Kraft.
Leider verlor das Thema in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung. Ars Baltica läuft weiter, aber es wird in der SPD SH keine aktive Ostseepolitik mehr betrieben. Zwei Ausnahmen sind hier fairerweise zu nennen: Knut Dethlefsen, der als Leiter des FES-Büros in Warschau mit aller Kraft die Kooperation von (jungen) Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Ostseeraum fördert. Und Franz Thönnes, der sich nach wie vor als Vorsitzender der Ostseeparlamentarier-Konferenz engagiert. Nur leider wird diese Arbeit von der Mehrheit der Genossinnen und Genossen nicht wahrgenommen. Mitursächlich dafür ist wohl auch die stiefmütterliche bzw. (Nicht-)Behandlung des Themas durch die Landespartei und die aktuelle Landtagsfraktion.
Dies dürfen wir als Jusos Schleswig-Holstein nicht zulassen. Die Arbeit unserer Genossinnen und Genossen im Bereich der baltischen Kooperation darf nicht umsonst gewesen sein und ist Grundlage künftiger Juso-Politik.
Inhaltliche Schwerpunkte der Ostseepolitik sind nicht schwer auszumachen und sollen hier nur kurz angerissen werden.
Umwelt
Die Ostsee ist ein Binnenmeer. Ein natürlicher Wasseraustausch dauert etwa dreißig Jahre. Dies macht deutlich was für verheerende Wirkung eine Umweltkatastrophe hätte. Große Probleme stellen hierbei unsichere Tanker oder auch chemische Fabrikabwässer dar. Dies sind Punkte, die nicht nationalstaatlich behoben werden können, sondern eine multilaterale Übereinkunft über die Grenzen der Europäischen
Union hinweg erfordern.
Arbeitsmarkt
Seit dem 1. Mai vergangenen Jahres gilt auch für Polen die unbeschränkte Freizügigkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie bietet Chancen, die genutzt werden müssen. Denn einer neuen FES-Studie zufolge wird in den kommenden Jahren der Bedarf an Arbeitskräften entlang der Ostsee stärker steigen als das Angebot an Arbeitskraft. Zur Diskussion steht ein gemeinsamer Arbeitsmarkt im Ostseeraum. Für viele Menschen aus Tallinn ist es selbstverständlich, jeden Morgen die Fähre nach Helsinki zu nehmen und dort zu arbeiten. Ist dies auch eine Option für andere Regionen, wie zum Beispiel Ostholstein und Lolland?
Infrastruktur
Nehmen wir an, wir wollten eine Reise unternehmen: es soll von Hamburg aus nach Kaliningrad gehen, und zwar mit der Bahn. Man mag meinen, dass der Reiseaufwand sich in Grenzen hält, doch leider ist das Gegenteil der Fall: man braucht zwischen 34 und 42 Stunden für eine Strecke, die etwa 600 km Luftlinie beträgt. Das Zusammenwachsen im Ostseeraum kann nicht nur allein über wirtschaftliche Aspekte vorangetrieben werden, auch eine Behebung der infrastrukturellen Defizite ist äußerst signifikant, um die Attraktivität der Region zu steigern und die Kooperations- / Austauschmöglichkeiten zu erleichtern.
Identität
Ein Aspekt der Identität ist die Kultur. Mit Ars Baltica hat Björn Engholm einen Grundstein zur Wiederentdeckung der baltischen Kultur gelegt. Doch was ist noch Bestandteil der baltischen Kultur? Was verbindet uns mit unseren Nachbarn entlang der Ostseeküste? Dies wollen wir ergründen.
All dies sind Themen, die nicht nur uns Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner betreffen, sondern alle Ostseeanrainer. Deshalb ist es klug, eine sozialdemokratische Antwort auf diese Fragen zu finden und somit als Impuls nicht nur in die eigene Partei zu wirken, um diese Thematik wieder mit Leben zu füllen. In einem zweiten Schritt soll eine Ostseekonferenz mit jungen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus dem Ostseeraum stattfinden. Dies soll auch dem Ausbau der bereits vorhandenen Kontakte im Ostseeraum dienen.
In diesem Sinne halten wir es mit Kurt Tucholski: „Die Ostsee ist eröffnet.“
Daten schützen! (auch beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz 2012)
Entsprechende Sanktionsmaßnahmen sollen greifen, sollten sich die Webseitenbetreiber nicht an die Vorgaben halten: Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das Telemediengesetz (TMG) bei 50.000 Euro1.
Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Unternehmen, die sich an das in Deutschland geltende Bundesdatenschutzgesetz und an das Telemediengesetz halten und keine Daten ihrer Nutzer durch das Schalten von Facebook-Plugins weitergeben, einen Wettbewerbsnachteil erleiden.
Des Weiteren wird die Landtagsfraktion dazu aufgefordert, sich für einen europaweiten Austausch der politischen Vertretungen auf der jeweiligen Bundes- und Landesebene einzusetzen, um für den Datenschutz gegenüber privaten Unternehmen wie Facebook gemeinsame Maßnahmen zu entwickeln.
Gewalt ist keine Lösung! (m. Änderungen auch beschlossen auf der Juso-Landeskonferenz 2012)
Als Jusos setzen wir uns für ein friedliches, sicheres und solidarisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein. Dazu gehört auch, dass der demokratische Staat für die Sicherheit seiner Bürger_Innen Sorge trägt.
Rechtsverstöße von Polizeibeamten müssen natürlich umgehend und umfassend aufgeklärt werden.
Begründung:
Auf dem Bundeskongress der Jusos im November 2011 wurde mehrheitlich beschlossen, dass wir als Juso-Bundesverband Gewalt gegen Polizisten “tolerieren”.
Als Jusos Schleswig-Holstein sollten wir mit einem eigenen Beschluss ein eindeutiges Zeichen gegen diese Beschlusslage auf Bundesebene setzen. Wenn unser Einfluss auf Bundesebene schon begrenzt ist, so sollten wir doch zumindest als Schleswig-Holsteiner für uns klar machen, dass Gewalt gegen Polizisten für uns keinen Platz in der politischen – und vor allem demokratischen – Auseinandersetzung hat.
Aus diesem Grund lasst uns beschließen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Verkehrskonzept mit Vorrang für Schiene einsetzen – keine Gigaliner!
Betreuungsplätze statt Betreuungsgeld
Die SPD SH muss im Falle einer Regierungsbeteiligung in der kommenden Legislaturperiode die Gesetzesvorlage der Bundesregierung zum sogenannten Betreuungsgeld im Bundesrat blockieren bzw. einer Rücknahme zustimmen und sich für den verstärkten Ausbau der KiTa Betreuungsplätze in Schleswig-Holstein einsetzen.
Krippen und Kindergärten
Wir fordern den schnellstmöglichen Ausbau der Krippen- und Kindergartenplätze, um der Nachfrage gerecht zu werden und allen Kindern einen Krippen- und Kindergartenplatz zu ermöglichen.
Dem jetzigen Personalmangel von Erzieherinnen und Erziehern, Sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten muss entgegengewirkt werden. Dafür müssen die Arbeitsbedingungen und das Gehalt verbessert werden. Vor allem muss der Anteil von Männern in diesen Berufszweigen erhöht werden.
Bildung für alle: Keine Studiengebühren in Schleswig-Holstein
Beschlossen auf der Jahreshauptversammlung im April 2011:
Für ein sicheres Energiekonzept und ein Europa ohne Atomkraft!
Die SPD-Landtagsfraktion, die SPD-Bundestagsfraktion und die sozialdemokratischen Abgeordneten im Europaparlament werden aufgefordert, sich für ein zukunftsweisendes, ökologisches Energiekonzept einzusetzen, das die Förderung von regenerativen Energien zur Priorität macht. Alle Atomkraftwerke in Europa sind so schnell wie sachlich möglich abzuschalten. Atomkraft ist keine grüne Brückentechnologie, sondern ein gefährliches Spiel mit einem immer noch viel zu hohen beschönigend benannten „Restrisiko“. Energiepolitik muss am Wohl der Gemeinschaft und nicht am Profit von Energiekonzernen orientiert sein. Regionale und kommunale Lösungen zur Energieversorgung sind zu unterstützen.
Beschlossen auf der Mitgliederversammlung zur Juso-Landeskonferenz 2011:
Reform des Tötungsdelikts:
Sicherheit im Inneren ist nicht mit kriegerischen Mitteln zu erreichen! Kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren! :
Schwere Wege erleichtern!:
Einführung einer KiTa – Pflicht:
Verbesserungen der Rahmenbedigungen des FSJ’s:
- eine gesetzliche Festschreibung von 26 Urlaubstagen bei zwölf Monaten Dienstzeit. Bei einem kürzeren bzw. längerem Freiwilligendienst, muss eine Anbindung an die betrieblichen Bestimmungen gewährleistet sein.
- die Einführung eines Mindestlohnes für Freiwillige. Dieser soll 359 € zuzüglich Fahrkostenerstattung zum Arbeitsplatz, Wohnkosten, sowie die Erstattung sonstiger Arbeitskosten (Arbeitskleidung o.ä.) umfassen.
- den flächendeckenden Ausbau von Ermäßigungen für Freiwillige in Kinos, Schwimmbädern und ähnlichen.
- die Befreiung von Gesundheitskosten, wie Praxis- und Rezeptgebühren.
- die Einstellung von ausreichend ausgebildeten Fachkräften in den Betrieben, in den Freiwillige eingesetzt werden.
- eine ausreichende Vorbereitung auf den Dienst.
- eine verbesserte Anerkennung von Freiwilligendiensten an Universitäten und Fachhochschulen. So könnten Freiwillige beispielsweise bevorzugt bei der Studienplatzvergabe behandelt werden, wenn sie einen Freiwilligendienst in einem dem Studiengang nahen Bereich geleistet haben.
- eine Anerkennung bei Ausbildungen, die im direkten Zusammenhang mit dem Freiwilligendienst stehen.
- das Vertretergremien für Freiwilligendienstleistende geschaffen und offiziell anerkannt werden. Vorbild sollte hier bei der Landessprecherrat von DRK, Diakonie, LKJ, LJW der AWO und Paritätischem Wohlfahrtsverband sein.
- die Erhöhung der Bezuschussung der Freiwilligendienste durch Land und Bund.
Bereits jetzt sind die genannten Forderungen für einige Träger einer Selbstverständlichkeit und werden teilweise noch übertroffen. Um diese zu unterstützen und um Ausbeutung zu verhindern, setzten sich die Jusos Kiel für die genannten Punkte ein.
Demokratie als fortwährende Aufgabe einer Großstadtpartei (Antrag an den Kreisparteitag):
Einführung des Faches LER:
Deshalb fordern die Jusos Kiel als unterstützende Maßnahme zur Integration in einer multikulturellen Gesellschaft das Fach Religion weiterzuentwickeln und dafür das Fach LER (Lebenskunde, Ethik, Religionskunde) für alle verbindlich einzuführen. Der konfessionsgebundene Religionsunterricht, sowie der Philosophieunterricht sollen zusätzlich als freiwilliges Wahlfach angeboten werden. Religion wird hierbei nicht aus dem Unterricht verbannt sondern stellt weiterhin einen wichtigen Grundpfeiler des Faches LER dar.
Selbst denken – frei wählen:
Ein kritischer Umgang mit dem Wahl-o-maten soll von nun an Bestandteil des Wirtschaft/Politik Unterrichts sein.
Politik zurück ins Fernsehen:
2. Generell sollte für die öffentlich-rechtlichen Sender die Information Vorrang vor der Unterhaltung haben. Politische Ereignisse, wie beispielsweise die konstituierende Sitzung des bundestages, sollten ausgestrahlt und entsprechend erklärend begleitet werden. Eine mediale Auseinandersetzung mit dem Themenbereich nur am Wahlabend reicht nicht aus.
3. Aufgabe der Länder ist es, ihren Einfluss nicht nur in Hinsicht auf Personalien geltend zu machen, sonder auch zu erwirken, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten erneut ihren Bildungsauftrag gerade in Bezug auf das Politische wahrnehmen.
Recht Vorrang vor Markt. Literatur schützen. :
Dieser Praxis von Google, international durch die nach deutschem Recht illegale Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Werke geistiges Eigentum ohne strafrechtlichen konsequenzen zu entwenden, verurteilen wir und fordern Bundestag und Bundesregierung auf, sich für die Einhaltung deutschen Rechts auch durch global agierende Unternehmen und Konzerne einzusetzen, sofern und insbesondere wenn nach diesem Recht eigentlich zu schützende Personen geschädigt werden.
An das Unternehmen Google appellieren wir, diese Praxis umgehend einzustellen und die dadurch geschädigten Urheber finanziell angemessen zu entschädigen.
