Das neue Rotkielchen kommt mit dem Schulzzug angerollt!

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Das neue Rotkielchen kommt mit dem Schulzzug angerollt!

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir alle kennen das Gefühl, auf einen Zug der Deutschen Bahn zu warten, während auf der Anzeigetafel die Verspätungsminuten ansteigen. So ließ sich ungefähr der Gemütszustand vieler Sozialdemokraten beschreiben, die seit vielen Jahren darauf warteten, dass die alte Dampflok SPD mal wieder über die 30 Prozent Marke auf  Bundesebene beschleunigt. Mit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten ist diese fast totgeglaubte Hoffnung an einen Wahlsieg wiederbelebt worden. Es bleibt allerdings die Frage offen, ob der CDU nicht alle Mittel recht sind, um den Schulzzug entgleisen zu lassen. Möglicherweise könnte CDU-Mitglied und GDL-Chef Claus Weselsky dabei ein Wörtchen mitzureden haben.

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Abseits der bundesweiten Schulz-Euphorie gilt es aber auch die realistischen Machtoptionen für eine SPD geführte Regierung auszuloten (Seite 6 und 7). Neben der Diskussion zur Zukunft Deutschlands ist zudem die der Türkei ein nationales Streitthema. Grund genug sich einmal innerhalb der SPD mit Mitgliedern zu beschäftigen, die sowohl Martin Schulz als auch Recep Tayyip Erdogan unterstützen (Seite 8 und 9). Mit dem Aufstieg von Martin Schulz ging ebenfalls der Abgang Sigmar Gabriels einher, weshalb es noch einmal an der Zeit ist, sein Wirken der letzten acht Jahre Revue passieren zu lassen (Seite 5). Gerade erst am Anfang seines Wirkens ist der neugewählte Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier, dessen Wahl allerdings von einigen Teilnehmenden als undemokratisch verunglimpft wurde. Daher hat Rotkielchen es sich als Ziel gesetzt, eine Lanze für die repräsentative Demokratie zu brechen (Seite 4). Wer für ein Ideal von Demokratie einsteht, darf sich aber auch nicht vor Kritik an den eigenen Reihen scheuen. Für eine konstruktive De battenkultur innerhalb der Kieler SPD muss nämlich immer wieder gestritten werden (Seite 3). Doch auch außerhalb der SPD geht es auf internationaler Ebene hoch her. In Frankreich stehen nun die Präsidentschaftswahlen an, welche ein heißes Rennen zwischen einer Rechtspopulistin und einem Youngster versprechen (Seite 10 und 11). Der globale Aufschwung der Rechtspopulisten beschäftigt uns dabei nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch. Eine Perspektive, die vielleicht einiges zu erklären vermag (Seite 12). Aber auch ein Blick auf das Phänomen der „Fake News“ (Seite 13) und der allgemein beliebten Medienschelte (Seite 14 und 15) sollen zur Aufhellung der aktuellen weltweiten Geschehnisse beitragen.

Wie immer wünschen wir Dir viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf die ein oder andere Diskussion, die sich anschließt. Lob, Kritik und Anregungen kannst Du uns – wie immer – gerne an info@jusos-kiel.de schicken.

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