Das neue Rotkielchen zum Sanierungsfortschritt der Nord-SPD

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Das neue Rotkielchen zum Sanierungsfortschritt der Nord-SPD

Aktuelles, Rotkielchen Archiv

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Zeiten knappen Wohnraums suchen sich Investoren immer häufiger Immobilien in Großstädten, damit sich das eigene Vermögen weiter vergrößern kann. Dabei wird nicht allzu selten ein Wohnobjekt gewählt, dessen Zustand sich durch einige Reparaturen und Ausbauten in ein luxuriöses Refugium verwandeln lässt. Bei einigen Wohnobjekten hingegen werden andere Ziele bei der Sanierung verfolgt: man möchte den Bewohnern noch ein trautes Heim bieten und jenes vor dem Einsturz bewahren.

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Letzteres ist wahrscheinlich das Ziel des schleswig-holsteinischen SPD Vorsitzenden Ralf Stegner, der die SPD zur Großbaustelle ernannt hat. Warum dies allerdings keine gute Idee ist, wird zu Beginn unseres Heftes erklärt (Seite 3). Doch nicht nur über das jetzt und morgen sollte bei der SPD diskutiert werden, sondern auch schon über übermorgen. Wie Wahlkampf in der Zukunft der SPD aussehen könnte, wird beim Blick auf die „überalterte Tante SPD“ ersichtlich (Seite 4 & 5). Des Weiteren muss sich die SPD Gedanken darüber machen, welches Klientel sie in der Zukunft noch erreichen will. Möchte man immer noch die gemeinschaftsorientierten Arbeiter oder lieber die postmaterialistischen Akademiker ansprechen? (Seite 8 & 9). Hinzukommt neuerdings die Frage, wie die Sozialdemokratie mit der nahezu etablierten AfD umgehen sollte. Der dänische Genosse Jakob Esmann berichtet hierbei seine Sicht auf den Umgang mit Rechtspopulisten in Dänemark.

Die globale Erderwärmung zwingt neuerdings bedrohte Staaten dazu, eine Partnerschaftsbeziehung mit Unternehmen einzugehen, um das eigene Überleben zu retten. Ob diese Abkommen die paradiesischen Inseln retten werden oder sie in elitäre Oasen verwandeln, wird im Artikel „Paradiese Island?“ unter die Lupe genommen (Seite 6). Zudem versuchen sich junge und hippe Start-Up Unternehmen über politische Inhalt für die Menschen interessanter zu machen. Doch bleibt hier die Frage offen, ob dahinter ernsthaftes politisches Engagement steckt oder nur einfaches Marketingkalkül (Seite 7). Bei Google, ein Hort des Liberalismus und der Tugend, entwickelte sich vor kurzem ein politischer Skandal. Wurde hier Sexismus toleriert oder ist der Fall medial skandalisiert? (Seite 11). Danach schauen wir uns die kritische Seite des Sports an, indem wir über die problematische Entwicklung des Sportförderungssystems in Deutschland diskutieren (Seite 12).

Zu guter Letzt wollen wir auf das Juso-Jahr 2017 zurückblicken (Seite 13) und kurz darauf einen Ausblick geben, was in Kiel in den nächsten Jahren politisch gestaltet werden kann und warum es sich deshalb lohnt, politisch engagiert zu bleiben (Seite 14 & 15).

Wie immer wünschen wir Dir viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf die ein oder andere Diskussion, die sich anschließt. Lob, Kritik und Anregungen kannst Du uns – wie immer – gerne an info@jusos-kiel.de schicken.

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