#kommunalwahl18 | Wer ist eigentlich … Sophia Schiebe?

#kommunalwahl18 | Wer ist eigentlich … Sophia Schiebe?

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Nicht selten werde ich von Freund*innen gefragt, warum ich eigentlich politisch aktiv geworden bin und dann ich erzähle meistens die gleiche Geschichte: „Ich sitze im Unterricht und unser Geschichtslehrer verteilte die mündlichen Noten für das Halbjahr. Dabei verteilte er die Noten nicht wie er es sollte aufgrund der wirklichen Beteiligung meiner Mitschüler*innen im Unterricht, sondern gab denjenigen gute Noten, die auch in den schriftlichen Arbeiten gute abschneideten. Ich war von dieser ungerechten Notenverteilung entsetzt und setzte mich daher für jede*n meiner Mitschüler*innen ein, die meiner Meinung nach unfair benotet wurde. Das passte meinem Lehrer gar nicht und er zitierte mich nach dem Unterricht nach vorne.“ Diese Situation gab nicht den Auslöser für mein politisches Engagement, aber sie macht eines deutlich: Ich kann bei Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft nicht einfach zusehen. Ich muss dort reagieren.

Ungerecht finde ich zum Beispiel unser derzeitiges Bildungssystem, denn früh bleiben häufig vor allem jene auf der Strecke, die aus sozial- oder finanziell schwachen Hintergründen kommen. Das ist nicht gerecht und das ist auch nicht der Anspruch, den wir an Bildung in Kiel haben sollten. Bildung schafft Chancengerechtigkeit und muss daher alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen berücksichtigen.

Mit der Stärkung der Ganztagsschulen werden für mich genau jene Grundlage geschaffen, um soziale Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern zu kompensieren.

Doch nicht nur Ganztagsschulen sorgen für ein besseres Lernklima. Auch die Ausstattung von Schulen trägt entscheidend dazu bei. Denn ganz ehrlich: wer kann die Matheaufgaben lösen, wenn es von der Decke tropft oder komischer Gestank aus der Toilette den Gang entlangkommt. Als Ratsfrau möchte ich dafür eintreten, dass der Sanierungsstau der Kieler Schulen weiter abnimmt und unsere Ganztagsschulen in Kiel noch stärker werden.

 

Der Bereich Bildung bewegt mich nicht nur im meinem Herzen, sondern ist Teil meines Lebens und meines politischen Handelns. Bevor ich bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Programm „LiGa – Lernen im Ganztag“ als regionale Programmkoordinatorin anfing, habe ich an der CAU auf Lehramt studiert. Dort begann auch mein politisches Engagement. Bei den Juso-Hochschulgruppen, die Studierendengruppe der SPD, war ich als Vorsitzende tätig und schaffte es als Schleswig-Holsteinerin in den Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Während dieser Zeit trug ich auch als Sprecherin der schleswig-holsteinischen Studierenden dazu bei, dass unsere Kieler Hochschulen über mehr als 15 Mio. Euro zusätzlich in ihrem Haushalt zur Verfügung haben. Das Geld wird seitdem jedes Jahr für bessere Studienbedingungen für unsere Studierenden eingesetzt.

Nach vielen weiteren Stationen in der Partei bin ich derzeit stellvertretende Landesvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft für Bildung Schleswig-Holstein sowie Landesvorsitzende der Jungsozialist*innen (Jusos) Schleswig-Holstein. Das ist die Jugendorganisation der SPD. Als Landesvorsitzende der Jusos bin ich häufig an Schuldiskussionen beteiligt und daher ständig im Austausch mit Schüler und Schülerinnen. Die dadurch gewonnen Erkenntnisse möchte ich in den Kieler Rat bringen und für ein junges Kiel kämpfen.

Das wichtigste ist jedoch, dass wir jungen Menschen unsere Stimme erheben und zur Wahl gehen. Wählengehen ist nicht schwer. Es ist wie Zähneputzen. Wenn wir es nicht tun, wird es braun und wir alle wollen, dass Kiel bunt bleibt. Also macht bis zum 6. Mai euer Kreuz und gebt eure Stimme ab.

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