Ulf Kämpfers Trophäen aus San Fransisco: Neues Rotkielchen erschienen

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Ulf Kämpfers Trophäen aus San Fransisco: Neues Rotkielchen erschienen

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen Tagen ist die Flucht in die Kommunalpolitik eine angenehme Sache. So freut es sicherlich nicht nur die kosmopolitischen Kielerinnen und Kieler, dass seit neuestem zwischen San Francisco und der Landeshaupt- stadt eine Partnerschaft begründet wurde. Auch sind solche Nachrichten ein willkommener Zwischenton zu den auf anderen politischen Ebenen dauerhaft geführten Debat- ten. Denn nicht nur als engagierter (Sozial-) Demokrat muss man derzeit bei jeder weiteren Verschärfung der Stimmung – sei es zur Asylpolitik, zur europäischen Idee oder auch zur sozialen Gerechtigkeit in unserem Land – sich immer stärker aufgefordert fühlen, noch offener für seine Überzeugungen auf- und einzustehen. Während jenseits des Atlantiks Donald Trump seine populistischen Parolen unter dem Slogan „Making America great again“ unter das Volk bringt, sind es in Europa eine Vielzahl verschiedener rechtspopulistischer Parteien, die mit vermeintlich einfachen

rotkielchen_45_1_titelAntworten auf komplizierte Fragen unserer Zeit nach Stimmen schen. Auch das Rotkielchen setzt sich mit dieser aktuellen Entwicklung auseinander und beleuchtet nicht nur die verschiedenen nationalistischen Strömungen in den europäischen Ländern (S. 12) und den Nachwuchs der AfD (S. 14), sondern geht auch der Frage nach, wieso Populisten derzeit über- haupt erfolgreich sein können (S. 11).

Eine sozialdemokratische Antwort auf den im Moment überwiegend monothematisch ausgerichteten politischen Diskurs muss sein, nicht den Debatten anderer hinterherzulaufen, sondern selbst aktiv die eigene Programmatik zu schärfen. Rotkielchen geht mit gutem Beispiel voran und widmet sich dem Problem der Altersarmut (S. 7), der „So- zialdemokratie 4.0“ (S. 6) und dem Umgang mit „Whistleblowing“ (S. 5).

Insbesondere mit Blick auf die anstehende Landtags- und Bundestagswahl im kommenden Jahr ist eine Verbesserung des politischen Klimas nicht wirklich in Sicht. Daher braucht es umso mehr intelligente Menschen, die für die SPD in die Parlamente einziehen und unse- re Positionen klar machen. Dabei zeigt jedoch nicht zuletzt der Fall Petra Hinz, wie sehr Anspruch und Wirklichkeit oftmals auseinander klaffen. Es ist daher zu überdenken, welche Anforderungen wir an Mandatsträger und die Arbeit in der Partei stellen wollen (S. 3). Nicht zuletzt auch die schleswig-holsteinische CDU sollte dabei ihre Personalauswahl in Zukunft möglicherweise besser überdenken. Der deso- late Zustand der Oppositionsarbeit im Kieler Landtag ist zumindest für alle Beteiligten wenig förderlich (S. 10).

Fernab von Städtepartnerschaften gibt es jedoch auch kommunalpolitisch einige offene Baustellen. Gerade jetzt zum Semesterbeginn mit einem doppelten Abiturjahrgang in Schleswig-Holstein, der an die Universität und nach Kiel strömt, werden die Herausforderungen einer „wachsenden Stadt“ sichtbar. Eine Rotkielchen-Redakteurin war unlängst selbst auf Wohnungssuche und stellt deshalb die Frage: Suchst Du noch oder wohnst Du schon in Kiel? (S. 8)

Wie immer wünschen wir Dir viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf die ein oder andere Diskussion, die sich anschließt. Lob, Kritik und Anregung kannst Du uns gerne an rotkielchen@jusos-kiel.de schicken.

Zum Heft gehts hier: www.jusos-kiel.de/wp-content/uploads/2016/11/Rotkielchen_45_1.pdf